Bemerkenswert sind die fast epischen Arrangements und die musikalischen Nuancen auf "St. Anger". Für eine Band, die sich sozusagen in den Geburtswehen einer Neugeburt befindet, oder, anders gesagt, in einer Art kollektivem Heilungsprozess, haben sie ohne Zweifel erstaunlich heavy, knochenharte und aggressive Musik geschrieben. Zur überschwenglichen Freude der Hardcore-Fans, die geduldig alles mitgemacht hatten - von ihrem Cover-Album "Garage Inc." (1998), einer Hommage an die Songs, die sie beeinflusst hatten, bis hin zu den symphonischen Klängen von "S&M", einem mitreißenden Experiment, das Metallica zusammen mit Michael Kamen und der San Francisco Symphony präsentiert hat. "St. Anger" wird den ausgedörrten Fankehlen reichlich zu schlucken geben. Aber es werde scharfe Drinks sein. Echtes Feuerwasser...